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Neues- Transsexualität
Neues- Transsexualität | Neues/Transsexualität |
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Neues/Transsexualität In Deutschland gibt es immer mehr die sich zur Transsexualität bekennen. Es kommen in den Medien immer wider Berichte da drüber und es ist mir heute immer noch nicht bekannt warum in unserem Land Transsexuelle immer noch durch Mitarbeiter ARGE, Knappschaft Bahn See, Bundesministerium für Arbeit und Soziales einer Nötigung, Diskriminierung ausgesetzt sind. Auch unverständlich ist wie können Mitarbeiter Wir sind Papst … oder neee….lieber doch nicht! der die Benedikt Rede zum Jahrensende als “Drohbotschaft gegen Homo- und Transsexualität” Das die katholische Kirche schon immer “hart” gegen andersdenkende in Bezug auf das Geschlechterverhalten war ist ja nix neues. Doch irgendwie denkt man das in all den Jahren doch irgendwann auch unter den Käppchen der Oberhäuptern dieser Bewegung eine Veränderung stattfinden muß. Buschbaum "Der Weg zur Freiheit ist der Mut. Ich bin heute in vollkommener Freiheit aufgewacht. Der Himmel steht offen." So lautet der jüngste Tagebucheintrag von Balian, früher Yvonne Buschbaum vor seiner schweren Operation vergangene Woche in Potsdam. Forscher haben ein Gen für Transsexualität entdeckt. Die sexuelle Entwicklung des Menschen ist unter mindestens drei Aspekten zu sehen: dem biologischen Geschlecht, der Geschlechtsrolle und der sexuellen .Es gibt Menschen, die sich mit einer Geschlechtsrolle identifizieren, die im Widerspruch zu ihrem biologischen Geschlecht steht. Es gibt also Menschen mit einem männlichen Körper, die sich als Frauen fühlen, und solche mit einem weiblichen Körper, die sich selbst für Männer halten. Insbesondere nach der Pubertät fühlen sich solche Menschen mit ihren sekundären Geschlechtsmerkmalen sehr unwohl; sie versuchen daher mit allen Mitteln (auch denen der operativen „Geschlechtsumwandlung”), ihren Körper mit ihrer Selbsteinschätzung in Übereinstimmung zu bringen. Diesen Zustand nennt man Transsexualität . Wo führt uns die Genetik hin? Es verdichten sich immer mehr die Hinweise dafür, dass Transsexualität keine Frage von Erziehung oder Lifestyle ist, sondern ganz handfeste genetische Ursachen hat. Transsexualität bedeutet, dass die betreffenden Personen einen eindeutig männlichen oder weiblichen Körper haben, bei dem die Sexualorgane normal ausgeprägt sind und mit den entsprechenden primären Chromosomen auch übereinstimmen, sie sich jedoch vom eigenen Gefühl her mehr mit dem jeweils anderen Geschlecht identifizieren. Das führt dazu, dass Transsexuelle oftmals einen langen Leidensweg zurücklegen müssen, da sie das Gefühl haben im falschen Körper zu stecken. Australische Wissenschaftler um Lauren Hare haben nun in der bislang größten Studie zur Genetik der Transsexualität 112 Männer, die sich als Frau fühlen, und 258 Kontrollpersonen untersucht. Untersucht wurden vor allem drei Gene, von denen bekannt ist, dass sie eine wichtige Rolle in der sexuellen Entwicklung spielen. Eines ist für die Ausbildung der Androgenrezeptoren verantwortlich, eines für die Östrogenrezeptoren und eines für ein Enzym, das Testosteron in Östrogen umwandelt. Dabei stellten sie einen deutlichen Unterschied fest: Die Transsexuellen trugen eine längere Version des Androgenrezeptor-Gens als die Kontrollgruppe. Dieser Unterschied kann sich auf den Testosteronhaushalt auswirken: Ist dieses Gen länger, sind die Signale des männlichen Hormons Testosteron schwächer. Das wiederum könnte einen Effekt auf die Geschlechtsentwicklung im Mutterleib haben, spekulieren die Forscher. „Es gibt das soziale Stigma, dass Transsexualität eine Frage des Lifestyles ist. Unsere Ergebnisse dagegen unterstützen den Ansatz, dass es eine biologische Grundlage dafür gibt, wie sich eine Geschlechtsidentität entwickelt“, sagt Vincent Harley, Co-Autor der Studie. Eine frühere Studie hat bereits gezeigt, dass bestimmte Gehirnstrukturen von Männern, die sich als Frau fühlen, eher denen von Frauen entsprechen. Vielleicht kann man in Zukunft Jugendlichen schon in der Pubertät helfen, wenn sich Störungen andeuten, wenn die Diagnose per Gentest eindeutig möglich sein sollte. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille, denn für diejenigen, die Transsexualität als Krankheit bezeichnen, ist das Ergebnis der Studie Wasser auf die Mühlen. Wie ich schon in vielen Beiträgen geschrieben habe, fördert die Genetik fatale Ergebnisse zu Tage, in deren Folge nun Straftäter als Opfer und Transsexuelle ungestraft als Kranke bezeichnet werden dürfen. Die Euthanasie der Nazis, begründet durch eine darwinistische Lebensauffassung, ist in ihren Grundgedanken auf die Ausschaltung minderwertigen Lebens gerichtet. Wie werden wir mit der Erkenntnis von Genetikern umgehen, die fast täglich feststellen, das Krankheiten genetische Anlagen haben. Werden wir die bunte Vielfalt der Menschen in Zukunft durch die Zucht einer reinrassigen und gesunden Gesellschaft reduzieren? Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis aussagekräftige Gentest in jeder Apotheke zu bekommen sind und wer will sich dann noch mit einem Menschen paaren, der schlechte Gene hat? Das Leben hat mich gelehrt, dass die Menschen alles das machen, was möglich ist und daher bin ich mir sicher, dass die Genetik in den folgenden Generationen einen dramatischen Einfluss auf die Menschen haben wird. Es wird eine Art Revolution werden, die in ihrer Dimension der Erfindung des Flugzeugs oder des Computers bei weitem übersteigt. Der menschliche Genpool wird plan- und steuerbar. Was bisher nur dem Adel vorbehalten war, nämlich zukünftige Partner der Kinder auf „moralische und körperliche Gesundheit“ hin zu überprüfen, kann schon in wenigen Jahren jeder Taxifahrer seiner Tochter zum Geburtstag schenken. Die Folgen sind noch nicht abzusehen, doch denken wir nur an die Krankenversicherungen, deren Tarife sich an der genetischen Gesundheit des Versicherten orientieren könnten. Ich mag die Gedanken, die mir zu diesem Thema einfallen, nicht weiterdenken und sage nur, George Orwell lässt grüßen. Geht doch! Na bitte: Die islamische Welt erweist sich wieder einmal als Speerspitze der Emanzipation und der Geschlechtergerechtigkeit. Nachdem im mehrheitlich moslemischen Malaysia bislang fast ausschließlich Männer wegen Homo- und Transsexualität sowie Travestie bestraft wurden, sind nun endlich auch die Frauen dran: “It is unacceptable to see women who love the male lifestyle including dressing Frau zu Mann Forscher finden Zusammenhang zwischen einer Genvariante und Frau-zu-Mann-Transsexualität Österreichische Forscher haben ein Gen identifiziert, das die Wahrscheinlichkeit für Transsexualität bei Frauen zu beeinflussen scheint: Eine bestimmte Variante des Gens komme bei Frauen, die sich selbst als Mann empfinden, häufiger vor als bei nicht-transsexuellen Frauen, berichtet das Team um Clemens Tempfer... Transfrau ist eine Bezeichnung für Transgender der Richtung Mann-zu-Frau. Je nach Gebrauch bezeichnet er entweder alle Transgender dieser Richtung, oder nur diejenigen, welche einen permanenten Wechsel der Geschlechtsrolle vollzogen haben oder zumindest einen Teil ihres Lebens (außerhalb der Arbeit beispielsweise) permanent in einer anderen Geschlechtsrolle verbringen. Einige Transsexuelle, insbesondere Transfrauen, lehnen es nach dem vollständigen Wechsel der Geschlechtsrolle und nach dem Abschluss der damit verbundenen juristischen und medizinischen Maßnahmen ab, mit Begriffen bezeichnet zu werden, welche weiterhin auf die nun (gemäß Definitionen wie im ICD-10) als ehemalig empfundene Transsexualität hinweisen; soll bei solchen Personen noch auf diese hingewiesen werden, werden Begriffe wie ehemalige MzF-Transsexuelle, vormals transsexuelle Frau oder Frau mit transsexueller Vergangenheit bevorzugt. Ansonsten betrachten und bezeichnen sie sich als Frau. Coming-out (von engl. „to come out of the closet“, wörtlich: Aus dem Kleiderschrank herauskommen) bezeichnet primär den individuellen Prozess, sich seiner eigenen gleichgeschlechtlichen Empfindungen bewusst zu werden, dies gegebenenfalls dem näheren sozialen Umfeld mitzuteilen (zunehmend auch (Selbst-)Outing genannt) und im Endeffekt selbstbewusst mehr oder weniger offen als Lesbe, Schwuler oder Bisexueller zu leben. Analog zur sexuellen Orientierung (lesbisch/schwul – bi – hetero) durchleben auch Menschen, denen das Schema der Heteronormativität in anderer Weise nicht gerecht wird, ähnliche Prozesse. Die gesellschaftliche Erwartung einer (Hetero-) sexuellen Orientierung ist also nicht der einzige mögliche Grund. Ähnlich wirken eingeschränkte bis fehlende Akzeptanz für sexuelle Vorlieben/Neigungen (z. B. SadomasochistInnen), für weitere Formen geschlechtlichen (Zugehörigkeits-) Selbstverständnisses (TransvestitInnen), für mit der geschlechtlichen Identität nicht übereinstimmende biologische Zuordnung (Transgender), selbst für androgyne Menschen. Daraus ergeben sich teilweise weitere Fragekomplexe wie die nach Geschlechterrollen und Identitätsgeschlecht. Bei Transgender-Personen werden gegebenenfalls zusätzliche Themen wie geschlechtsangleichende Maßnahmen und das Transsexuellengesetz aktuell[1]. Der nachfolgende Text beschäftigt sich fast nur mit dem Coming-Out homosexueller Menschen. Gefangen im falschen Körper Merkwürdig: Man begegnet einer Frau mit langen Haaren und großen Brüsten. Doch etwas ist anders, irgendwie ungewohnt an ihr. Aber was? Beim zweiten Hingucken sieht man es: die großen Hände, die markanten Gesichtszüge und der herausstehende Adamsapfel. Sie lassen ahnen: Hinter der weiblichen Hülle steckt auch ein Mann. Mittlerweile ist das Tabu-Thema Transsexualität in der Gesellschaft angekommen. Das war längst nicht immer so! Und auch heute noch werden Menschen, die sich „im falschen Körper“ fühlen, oft kritisch beäugt. Der Anblick von zwei Geschlechtern in einer Person wird wohl noch lange ungewohnt bleiben. Die Gesellschaft hat sich heute zwar schon von so vielen Tabus verabschiedet, dass uns auch die Transsexualität nicht mehr wirklich schocken kann. Doch das Thema bietet immer wieder Diskussionsstoff. Genaue Statistiken, wie viele Transsexuelle in Deutschland leben, existieren leider nicht. Das musste ich feststellen, als ich mich mit dem Thema für mein Studium beschäftigt habe. Schätzungen ergeben 3000 bis 6000 gemeldete Transsexuelle, andere mehr als 10.000. Um das Thema genauer unter die Lupe zu nehmen und mit Transsexuellen zu sprechen, habe ich mich auf die Etage 7 des Freudenhauses „Pascha“ in Köln begeben. Die Etage der Transsexuellen. Dort treffe ich Tony, den „Manager“ der Mädels. „Ich kümmere mich um alle Angelegenheiten“, erzählt er. „Wenn sie etwas brauchen, wissen sie alle, dass sie jederzeit zu mir kommen können.“ Die meisten der Anwesenden haben schon als Kind bzw. in der Pubertät gemerkt, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, konnten es aber noch gar nicht deuten. Im „Pascha“ haben viele eine Art Zuhause gefunden, leben hier in gebuchten Zimmern. Abends empfangen sie hier ihre „Kunden“, fast ausschließlich Männer. Natalie (23) aus Russland erzählt mir: „Ich hatte schon immer das Gefühl, im falschen Körper zu sein. Ich nehme seit zwei Jahren Hormone und lebe das Leben einer Frau. Hier in Deutschland ist das Leben als Transsexuelle viel leichter. Meine Familie kann mit meiner Situation nicht umgehen, sie ignorieren mich. Ich bin froh, hier zu sein.“ Während sie redet, lächelt sie – gekonnt feminin! Sie ist schlank, hat sehr lange Haare und einen Busen. Eben eine Frau, die früher mal ein Mann war! „Ich war noch nie richtig Mann, irgendetwas dazwischen, das kann man nicht beschreiben. Wenn es nicht so ein wahnsinniger Leidensweg wäre. Die meisten akzeptieren mich, können aber nicht nachempfinden, wie es ist, in einem falschen Körper gefangen zu sein.“ „Ich sehe aus wie eine Frau, ich fühle wie eine Frau. Ich bin eine Frau! Und daran zweifelt hier auch keiner“, erklärt mir auch Nicole (27) aus Spanien. „Natürlich war das nicht immer so, aber seit ich auch äußerlich die Gestalt einer Frau angenommen habe, bin ich angekommen. Angekommen in meiner Welt.“ Tony ergänzt: „Es hat sich für Transsexuelle und Transvestiten vieles positiv verändert. Trotzdem muss man bedenken, dass diese Menschen eine große Minderheit bilden und einen langen Weg vor sich haben, um an ihr Ziel zu gelangen.“ Mein Fazit: Wir können gar nicht genug wissen und verstehen, was in diesen Menschen vorgeht. Wie sie leiden und oft genug belächelt werden. Natürlich, wir leben im 21. Jahrhundert. In einer Welt, für die der Begriff „Tabu“ kaum mehr existiert. In einer Welt, in der uns Drag-queen Olivia Jones im Fernsehen unterhält, in der dank zahlloser OPs aus DSDS-Kandidat Lorenzo „Lorielle London“ (derzeit im RTL-Dschungelcamp) wird. Wir sind mittendrin: in einem Durcheinander der Gefühle, der Sexualität und der Suche nach der eigenen Identität. Transsexualität – neue Erkenntnisse über Ursachen Bisher war Transsexualität für Wissenschaftler ein Rätsel. Denn Transsexuelle lassen sich genetisch, anatomisch und hormonell eindeutig einem Geschlecht zuordnen, jedoch nicht dem, mit dem sie leben wollen. Forscher haben nun herausgefunden, dass Hormonstörungen im Mutterleib für Transsexualität verantwortlich sein könnten. Für viele Betroffene eine wichtige Erkenntnis. Denn die meisten fühlen sich schon als Kind im falschen Körper, werden aber von ihrer Umwelt nicht ernst genommen. PLANETOPIA über die neue Studie und den langen Leidensweg transsexueller Menschen. Forscher haben nun herausgefunden, dass Hormonstörungen im Mutterleib für Transsexualität verantwortlich sein könnten. Für viele Betroffene eine wichtige Erkenntnis. Denn die meisten fühlen sich schon als Kind im falschen Körper, werden aber von ihrer Umwelt nicht ernst genommen. PLANETOPIA über die neue Studie und den langen Leidensweg transsexueller Menschen. Es gibt Menschen die leben im falschen Körper. Eine Frau im Männerkörper oder ein Mann im Frauenkörper. Wiebke Müller ist eine Transfrau. 59 Jahre lang hieß sie Henning, lebte im Männerkörper, hatte Ehefrau und Kinder. Schon als Kind fühlt sich „Henning“ unwohl als Junge. Wiebke Müller: „Ich habe es eigentlich immer schon geahnt. Ich habe es auch schon lange vor der Pubertät geahnt, dass irgend etwas stimmt mit mir nicht. Es stimmt etwas nicht , ich möchte gerne ein Mädchen sein ich habe gebetet lieber Gott lass mich ohne diesen Pimmel zwischen den Beinen aufwachen. Aber das alles nur im ganz ganz Stillen.“ „Henning“ führt ein Leben zwischen Schein und Sein. Nach außen lebt er die typische Männerrolle. Im Innern ist er zerrüttet. Lebt das gefühlte Leben als Frau nur in seiner Phantasie aus. Wiebke Müller: „Ich habe auch in Tagträumen mir immer vorgestellt, ich habe ein Kleid an und ich habe mich dann einfach auch in Gedanken sehr sehr wohl gefühlt. Das waren meine Gedanken aber dann hast du die wieder weggelegt und dann hat dich der Alltag wieder eingeholt und dann war ich wieder der Mann, der ich sein musste! Man trägt eine Fassade vor sich. Man hält die ja fest, man lässt ja keinen hinter gucken. Einfach auch aus dem Gedanken, die halten dich für pervers und das kostet unheimlich viel Kraft das auch nach unten zu drängen.“ Doch Druck wird von Jahr zu Jahr stärker. Als Henning Depressionen bekommt, bricht er aus seinem Leben als Mann aus. Wiebke Müller: „Dann habe ich im Internet einen Changer-Dienst in München gesucht, also einen, wo man erst mal ausprobieren kann, wie das so ist, wenn man Rock, Bluse, Kleid an hat, und Perücke auf hat. Wie ich mich das erste Mal geschminkt, mit Perücke, Kleid und Pumps vor einem großen Spiegel gesehen habe, da sind Tonnen von Gewicht abgefallen. Tonnen. Und da habe ich gewusst, das ist es!“ Einen neuen Weg gehen. Für Transsexuelle oft der entscheidende Schritt in das wahre Leben. Das Leben im falschen Körper – eine einzige Qual. Für die Wissenschaft ist Transsexualität ein Rätsel. Genetisch, hormonell und anatomisch lassen sich Transsexuelle eindeutig einem Geschlecht zuordnen. Jedoch nicht dem, mit dem sie leben wollen. Bisher wurden Erklärungen vorwiegend in der Psyche der Betroffenen gesucht. Eine neue Studie des Hormon-Experten Prof. Stalla vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie liefert jetzt eine biologische Erklärung für Transsexualität. Das Geheimnis liegt in der Hand! Wissenschaftliche Studien zeigen: Frauen und Männer unterscheiden sich in der Länge der Finger. Prof. Günther K. Stalla, Hormon-Experte: „Und zwar ist es so, dass bei Frauen die Länge des Zeigefingers identisch ist mit der Länge des Ringfingers. Und Männer haben einen größeren Ringfinger im Verhältnis zum Zeigefinger. Und diesen Unterschied haben wir versucht herauszuerarbeiten bei den Patienten mit Transsexualität.“ Für die Studie fotokopierten die Wissenschaftler die Hände von 200 transsexuellen und heterosexuellen Personen. Anhand der Kopien bestimmten sie das Verhältnis der Länge von Zeige- zu Ringfinger. Das Ergebnis: Die Fingerlänge von Transfrauen, die früher ein Mann waren, entspricht der von Frauen! Prof. Günther Karl Stalla: „Diese Studie hat gezeigt, dass es eine biologische Ursache der Transsexualität geben muss und ist damit weltweit im Prinzip die zweite Studie die das gleiche Phänomen belegt hat. Denn dieses Fingerlängenverhältnis wird bereits vor der Geburt angelegt unter dem Einfluss männlicher Sexualhormone. Für die Betroffenen bedeutet das, dass man letztendlich doch weiß, dass es keine psychologische Ursache gibt, die sie letztendlich in ihrer Kindheit geprägt haben und die die Ursache dafür sind, dass sie dann Transsexuell geworden sind. Sondern, dass letztendlich dieses Phänomen der Transsexualität ein angeborenes Problem ist.“ Transmann Paul Benjamin hat schon immer gefühlt: die Ursache seiner Geschlechtsidentitätsstörung ist biologisch. Sie wurde ihm in die „Wiege“ gelegt. Paul wurde als Ingrid, als Mädchen, geboren – fühlte sich aber schon immer als Junge. Paul Benjamin: „Das war bereits im Kindergartenalter. So mit 4,5. Da hab ich irgendwie gefühlt, ich lauf besser mit Jungs mit, die akzeptieren mich auch und hab das dann auch zu meiner Mutter geäußert. Da war ich 6, kurz vor meiner Einschulung. Ich möchte als Junge leben und da hat sie gesagt, nee, denk nach, du bist ein Mädchen. Hab mich aber immer schon bei Jungs wohler gefühlt, hab mit Eisenbahn, hab ich eine Eisenbahn geschenkt gekriegt zu meinem 6. Geburtstag. Ach, war das schön! Und dann auch Fußball gespielt. Also, typische Jungssachen gemacht.“ „Ingrid“ versucht immer wieder, die Frauenrolle abzulegen. Sie schneidet sich die Haare kurz, zieht Hosen an. An Fasching schlüpft sie in typische Männerrollen. Entflieht der weiblichen Realität für kurze Zeit. Paul Benjamin: „Eingesperrt sein im falschen Körper. Keiner da dem man sich anvertrauen kann. Und eben diese Rolle zu leben, in der man sich nicht wohl fühlt. Dieser Gesamteindruck. Das kann sich ja ein normaler Bio-Mensch nicht vorstellen, wie das ist. Das frisst man alles in sich rein. Man versucht es zu verdrängen, aber es geht nicht. Es ist ja präsent, man lebt ja , man ist ja da. Und dadurch, dass man das in sich reinfrisst, wird die Seele krank.“ „Ingrid “ führt 47 Jahre lang ein Leben als Frau. Heiratet und bringt zwei Kinder zur Welt. Mit den Jahren werden ihre männlichen Gefühle immer stärker. Und auch äußerlich wird sie immer burschikoser. Erst als ihre Kinder volljährig sind, outet sie sich. Legt ihre alte Identität ab und beginnt ein neues Leben: Aus der Frau „Ingrid Angelika“ wird Paul Benjamin, ein Mann. Eine unendliche Befreiung. Paul ist heute in der Wirklichkeit angekommen. Seit zwei Jahren nimmt er männliche Hormone. Paul Benjamin: „Vom Körperlichen her, die Unterarme sind stärker geworden, dann der Oberkörper wird breiter dadurch dann die Reiterhosen wie bei den Frauen verschwinden total und das Becken wird etwas schmäler eben weil dieses Fettgewebe nicht mehr da ist. Und auch das Männlichkeits-Symbol, der Bart, wächst seit der Hormontherapie. Paul Benjamin: „Das Erscheinungsbild stimmt. Der Bart sprießt. Du wirst angesprochen als Mann und das ist unbeschreiblich. Das ist ein ganz tolles Gefühl. Jetzt sehe ich mich als Mann und das ist super! Auch Wiebke Müller nimmt seit ihrem Outing Hormone. Der Weg zum Frausein: beschwerlich. Regelmäßig geht sie zur Bart-Epilation. Wiebke Müller: „Es bedeutet für mich definitiv auch den Abschied von einem männlichen Attribut. Das ich einfach nicht mehr brauche, das ich einfach auch nicht mehr haben will. Und das ist mir sehr sehr wichtig und drum lass ich es auch machen. Weil ich es weghaben will. Nicht weil es bequem ist, weil man sich nicht mehr rasieren muss, sondern weil ich es weghaben will. Weil ne Frau mit Bart ist schlichtweg nicht vorstellbar. Es ist so.“ Und auch eine Frau mit Männerstimme ist nicht vorstellbar für Wiebke. Mit Hilfe von Sprechtraining bei einer Logopädin lernt sie, ihre Stimme höher, weicher - weiblicher klingen zu lassen. Wiebke Müller: “Für mich bedeutet es mehr Identifikation mit meinem neuen Leben mit meiner neuen Rolle, die ich ja jetzt auch erst leben muss und in die ich mich ja auch einleben muss und da gehört halt einfach die Stimme auch dazu, weil es das Gesamtbild abrundet.“ Wiebke hat ihr altes „Ich“ mittlerweile komplett ausgeblendet. Ist glücklich, Frau zu sein - mit Leib und Seele! Wiebke Müller: „Es ist einfach schön – es ist einfach schön sich anzuhübschen und solche Dinge zu machen, die einem vorher verschlossen waren. Es ist einfach eine völlig andere, eine schönere Welt. Eben de Wiebke die ich eigentlich schon immer gewesen bin.“ TRANSSEXUALITÄT Der Raum zwischen den Geschlechtern Ärzte und Soziologen rätseln über die Bedeutung winziger Zellknötchen im Hirn Transsexueller Von Klaus Koch Ihre ersten Frauenkleider kaufte sich Nicole mit 16. Bis dahin hatte sie versucht, betont männlich aufzutreten – eben so, wie der Vater es sich von seinem Sohn wünschte. Doch etwas in Nicole sträubte sich gegen die Rolle eines Jungen. Erst als sie in einer Illustrierten einen Artikel über Transsexuelle las, ahnte sie, daß auch sie zu jenen Menschen gehört, die „im falschen Körper stecken“: äußerlich ein heranreifender Mann, empfand sie sich selbst als Frau. Zwei Jahrzehnte später hat Nicole fast vollendet, was der Frankfurter Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch „eine gigantische Neuschöpfung“ nennt: Lange Haare, hochhackige Schuhe, kurzer Rock und Make-up signalisieren heute unzweideutig Nicoles Weiblichkeit. Doch die Veränderungen reichen tiefer: Hohe Dosen weiblicher Sexualhormone haben den Körper gerundet und einen Busen wachsen lassen. Im Lauf dieses Jahres hat Nicole dann auch die „geschlechtsangleichenden“ Operationen durchführen lassen: Was Hodensack und Penis an Haut hergaben, hat ein Chirurg zur Kreation einer Scheide verwendet. Eine Kehlkopfoperation hat Nicoles Stimme aufgehellt und den verräterischen Adamsapfel beseitigt. Zwischen 4000 und 6000 Transsexuelle leben nach Schätzungen in Deutschland. Meist sind sie alle zu einer ähnlichen medizinisch-bürokratischen Odyssee durch Arztpraxen und Operationssäle, Behörden und Gerichte gezwungen, bevor sie ein Leben nach ihren eigenen Vorstellungen führen können. Ob die Probleme Transsexueller eine biologische Ursache haben oder ob die Wurzel allen Übels eher in gesellschaftlichen Strukturen zu finden ist, darüber streiten Wissenschaftler weltweit seit Jahren. Neuen Zündstoff liefert Dick Swaab, Neurobiologe am niederländischen Institut für Hirnforschung in Amsterdam. In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature“ beschreibt Swaab eine anatomische Besonderheit, die er in den Gehirnen sechs verstorbener Transsexueller gefunden hat: Nach der Größe bestimmter, kaum stecknadelkopfgroßer Nervenknötchen zu urteilen, stammten alle sechs Gehirne von Frauen. Allerdings waren alle sechs mit einem männlichen Körper zur Welt gekommen. Erst später hatten sie eine Geschlechtsumwandlung durchführen lassen, weil sie sich selbst als Frau erlebten. Ist das der lange gesuchte Beweis dafür, daß Transsexualität eine biologische Basis hat? Bislang verlief die Fahndung nach genetischen, hormonellen oder biochemischen Besonderheiten nämlich ebenso unbefriedigend wie das Studium der Familien von Transsexuellen, um etwa typische soziale Faktoren aufzuspüren. „Es kann jeden treffen“, glaubt Louis Gooren. Gooren, Hormonspezialist an der Freien Universität Amsterdam, gilt als einer der weltweit erfahrensten Transsexuellen-Ärzte. Zusammen mit einem Team von Psychotherapeuten und Chirurgen hat er mehr als 1500 holländische Transsexuelle während der Geschlechtsumwandlung betreut. Auch die sechs, deren Gehirne Swaab jetzt untersucht hat, waren zu Lebzeiten Goorens Patientinnen gewesen. In der Tat haben Forscher in den letzten Jahren eine Reihe kleiner Nervenknötchen im Gehirn entdeckt, die sich bei Männern und Frauen in Größe und Aufbau deutlich unterscheiden (siehe FOCUS 14/95). Über die Funktionen dieser Kerne wissen die Forscher kaum etwas. Allerdings liegen die meisten im Hypothalamus, einer Region von der Größe einer Walnuß, der unter anderem eine entscheidende Rolle in der Steuerung des Sexualverhaltens zugeschrieben wird (siehe Grafik unten). Im Hypothalamus befindet sich auch der von Swaab untersuchte dreiteilige BST-Kern: Dessen mittlerer Teil, BSTc, ist bei Männern im Durchschnitt mehr als doppelt so groß wie bei Frauen. Auch für Gooren ließ der Vergleich des BSTc der sechs Transsexuellen-Gehirne mit denen von zwölf heterosexuellen Männern und elf Frauen „keinen Zweifel zu“: Die Größe der Kerne entspreche eindeutig dem Geschlecht ihrer (weiblichen) Identität, nicht dem des (männlichen) Körpers. Transsexualität, eine Laune der Natur, eine „Krankheit“? Stephan Hirschauer, Soziologe an der Universität Bielefeld, ist da ganz anderer Ansicht. Auf dem „14. Harry Benjamin International Gender Dysphoria Symposium“ im Kloster Irsee provozierte er Internisten, Chirurgen und Psychotherapeuten mit der These, Transsexualität sei keine Krankheit, sondern ein kulturelles Phänomen. Daß man die Lösung der Probleme Transsexueller in die Hände von Hormonspezialisten und Chirurgen lege, sei etwa so, als würde „man Hautärzten die Lösung des Rassenproblems übertragen“. Hirschauers Schlag gegen das ärztliche Selbstverständnis ist eine moderne Variante des uralten Streits, inwieweit der Unterschied der Geschlechter biologisch oder sozial begründet ist. Für die eine Seite ist „Geschlecht“ das Resultat eines bereits in der Gebärmutter beginnenden genetisch festgelegten Entwicklungsprozesses, für die andere das Ergebnis eines permanenten sozialen Einordnungsprozesses. Auch Gooren ist sehr zurückhaltend bei der Interpretation seiner Befunde. „Bevor in der Wissenschaft etwas als bewiesen gilt, müssen andere es wiederholt haben“, sagt er. Daß man diesen Leitsatz ernst nehmen sollte, zeigen die Untersuchungen, auf deren Basis Simon LeVay vom Salk-Institut in San Diego vor vier Jahren behauptet hatte, in den Gehirnen von Homosexuellen gäbe es „weibliche Strukturen“. Seine umstrittenen Schlußfolgerungen konnten nie bestätigt werden. Auch Swaab hat homosexuelle Männer untersucht, jedoch keinerlei Unterschied zu heterosexuellen Männern gefunden. Die Aussagekraft solcher Studien ist wegen der kleinen Fallzahlen extrem von der Auswahl der Vergleichsgruppen abhängig: Verschärft wird das Problem bei den untersuchten Mann-zu-Frau-Transsexuellen noch dadurch, daß sie jahrelang hochdosierte weibliche Sexualhormone erhalten. Zwar versucht Swaab dies zu berücksichtigen, indem er in die Vergleichsgruppen Männer und Frauen eingeschlossen hat, die wegen anderer Krankheiten unter Hormonbehandlung standen. Dennoch kann die Möglichkeit, daß auch die massive Hormontherapie die Größe der Hirnkerne beeinflußt haben könnte, nicht völlig ausgeschlossen werden. Selbst wenn der in Verdacht geratene Nervenknoten tatsächlich eine Rolle in der Festlegung der Geschlechtsidentität spielen sollte, ist damit die Diskussion über Biologie oder Umwelt längst nicht entschieden. Die nächste Frage liegt auf der Hand: Wann entwickelt sich der Größenunterschied des Kerns – vor oder nach der Geburt? Tatsächlich gibt es Hinweise, daß Teile des menschlichen Gehirns ihre geschlechtstypische Differenzierung erst Jahre nach der Geburt abschließen. Belegt ist das durch einen weiteren Kern im Hypothalamus, dem „sexually-dimorphic-nucleus“: Dieser Zellhaufen ist bei Jugendlichen und Männern mittleren Alters im Durchschnitt doppelt so groß wie bei gleich alten Frauen. Das Verblüffende: Bei neugeborenen Mädchen und Jungen ist das winzige Nervenknötchen noch gleich groß entwickelt, erst zwischen dem zweiten und dem vierten Lebensjahr stirbt bei den Mädchen die Hälfte dieser Nervenzellen. Möglicherweise bestimmen also nicht nur chemische Signale wie Sexualhormone die Ausprägung von Geschlechtsunterschieden im Gehirn. Auch soziale Erfahrungen in den ersten Lebensjahren könnten eine Rolle spielen. Internationale Vergleiche belegen den kulturellen Einfluß auf das Phänomen der Transsexualität. Bemerkenswert ist besonders das Geschlechterverhältnis: In vielen westlichen Ländern sind Männer, die sich als Frau empfinden, zwei- bis dreimal häufiger als der umgekehrte Fall der Frau-zu-Mann-Transsexuellen. In der Türkei aber, wo völlig andere Begriffe von Mann und Frau herrschen, ist dieses Geschlechterverhältnis genau umgekehrt: Die im Westen selteneren Frau-zu-Mann-Transsexuellen sind dort sogar achtmal häufiger als die andere Geschlechtsvariante. Auch in den osteuropäischen Ländern überwiegen Frau-zu-Mann-Transsexuelle. „In diesen Ländern findet sich damit ein Geschlechterverhältnis“, sagt Hirschauer, „wie es auch bei uns im letzten Jahrhundert typisch war.“ Ein starkes Argument für die Vermutung, daß erst das soziale Geschlechtsverständnis der westlichen Gesellschaften einen Großteil des Psychodrucks erzeugt, der viele Transsexuelle zur Geschlechtsumwandlung treibt. Von Geburt an erfahren Kinder die herrschende Einteilung der Geschlechter: Und die sieht in westlichen Gesellschaften eben nur zwei fest an den Körper gebundene Kategorien vor. „Der Raum zwischen den Geschlechtern“, sagt Hirschauer, „ist kaum bewohnbar.“ Dieses krasse „Entweder-Oder“ wird für Transsexuelle gleich zweifach zur Falle. Zum einen ist es die Quelle der Intoleranz, der Transsexuelle meist in der Öffentlichkeit begegnen, weil sie nicht in das zweigeschlechtliche Schema passen. Da sie zum anderen aber auch selbst dieses Klischee von den eindeutig definierten Geschlechtern verinnerlicht haben, können die Betroffenen nicht einmal ihren eigenen Normen entsprechen. Die Spaltung reicht tief: Leben sie der sozialen Bedeutung ihres Körpers entsprechend, empfinden sie eine tiefe innere Unzufriedenheit, leben sie nach ihrer inneren Identität, setzen sie sich dem Angriff der Umgebung aus. Die meisten brauchen Jahre, bis sie den Mut finden, aus dem Dilemma auszubrechen. Erst als „die innere Not größer war als die Angst vor den Folgen“, sagt Nicole, „habe ich mich als Frau in die Öffentlichkeit getraut.“ Das Experiment zur Hypothese, daß Toleranz Transsexuellen das Skalpell ersparen könnte, ist bereits im Gang. Allein der öffentliche Diskurs über sie hat das Klima verändert. Noch vor 30 Jahren als Perverse oder Verrückte geächtet, hat eine Vielzahl von Porträts und Reportagen die Öffentlichkeit mit dem Phänomen der Transsexualität und den damit verbundenen Schicksalen bekanntgemacht. Zeichen des wachsenden Selbstbewußtseins sind auch die Selbsthilfegruppen wie die Offenbacher „Transidentitas“, die sich mittlerweile in fast jeder Großstadt etabliert haben. Transsexualität erfahre eine gewisse Verbürgerlichung, sagt Gooren: „Es wird zu etwas, woran man leiden kann.“ Auch die Ärzte spüren, daß sich der Raum zwischen den Geschlechtern zu öffnen beginnt. „Die Behandlung“, beobachtet der Psychotherapeut Walter Bockting von der University of Minnesota, „ist nicht länger darauf beschränkt, den Betroffenen bei der Rollenfindung zu helfen. Jetzt haben wir auch die Möglichkeit, Transsexuelle in ihrer eigenen Identität zu bestätigen.“ Ein drittes Geschlecht als Lösung aller Probleme? Trotz der wachsenden Toleranz ist Nicole sicher: „Ich will als Frau unter Frauen leben, nicht als Transsexuelle unter Transsexuellen.“ Das F64.0-Paradoxon existiert noch immer. Demnach muss sich eine Frau zum Mann erklären um zur "Frau gemacht" zu werden und ein Mann muss sich zur Frau erklären, um zum "Mann gemacht" zu werden (was ja nicht funktionieren kann, da ein Mensch der "glaubt" im falschen Körper geboren worden zu sein ja nur dann transsexuell sein kann, wenn er dies glaubt bzw. weiss). Unabhängig davon, ob ein Mensch lediglich "glaubt" im "falschen Körper" geboren worden zu sein, oder es sogar weiss (was dann stimmt, wenn man bedenkt, dass das Gehirn des Menschen der Sitz des geschlechtlichen Selbst ist oder zumindest der Ort, an dem das Wissen über sich selbst - also Selbstbewusstsein - entsteht und zusätzlich berücksichtig, dass sogar die Psychologie mittlerweile davon ausgeht, dass die Entwicklung von Gehirn und "Geschlechtsorganen" bereits im Embryonalstadium gegegengeschlechtlich stattfinden kann), ist F64.0 der Ursprung für psychisches Leid, gesellschaftliche Diskriminierung und erklärt - durch seine Festschreibung von Transsexualität zur primär psychischen Störung - damit die Existenz eines Menschen der wirklich "im falschen Körper" geboren wurde zur Erfindung (und verstösst damit gegen Menschenrecht). Nach der bisherigen F64.0-Logik wird ein transsexueller Mensch zum Lügen gezwungen um medizinische Leistungen zu erhalten, seine Existenz wird ihm auf Grund dieser Sichtweise aberkannt. |





