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Im falschen Körper geboren - Mann zu Frau Transfrau ist eine Bezeichnung für Transgender der Richtung Mann-zu-Frau. Je nach Gebrauch bezeichnet er entweder alle Transgender dieser Richtung, oder nur diejenigen, welche einen permanenten Wechsel der Geschlechtsrolle vollzogen haben oder zumindest einen Teil ihres Lebens (außerhalb der Arbeit beispielsweise) permanent in einer anderen Geschlechtsrolle verbringen. Einige Transsexuelle, insbesondere Transfrauen, lehnen es nach dem vollständigen Wechsel der Geschlechtsrolle und nach dem Abschluss der damit verbundenen juristischen und medizinischen Maßnahmen ab, mit Begriffen bezeichnet zu werden, welche weiterhin auf die nun (gemäß Definitionen wie im ICD-10) als ehemalig empfundene Transsexualität hinweisen; soll bei solchen Personen noch auf diese hingewiesen werden, werden Begriffe wie ehemalige MzF-Transsexuelle, vormals transsexuelle Frau oder Frau mit transsexueller Vergangenheit bevorzugt. Ansonsten betrachten und bezeichnen sie sich als Frau. Transfrauen (Mann-zu-Frau) Genitalangleichende Operation Vorläufer dieser Operationen gab es bereits in den 1920er Jahren. Diese wurden in Kliniken in Berlin und Dresden durchgeführt. Nach dem Machtantritt der Nationallsozialisten wurden diese Zentren geschlossen und ein Großteil der medizinischen Unterlagen vernichtet. Die überwiegend jüdischen Ärzte gingen ins Exil und führten ihre Arbeiten und Forschungen in verschiedenen Ländern fort. Die Unterlagen zu der durch den Dresdner Gynäkologen Kurt Warnekros durchgeführten Operation des dänischen Malers Einar Wegener wurden vermutlich während der Luftangriffe auf Dresden vernichtet. Die Operation geschieht meistens dadurch, dass ein Teil der Eichel mitsamt den Blutgefäßen und Nerven aus dem Penis herausgelöst werden und an der entsprechenden Stelle wieder eingenäht werden. Dadurch entsteht dann die neue Klitoris, die durch die erhalten gebliebenen Nervenenden später ein sexuelles Lustempfinden ermöglicht. Ebenfalls herausgelöst wird die Harnröhre und entsprechend gekürzt. Die Hoden werden genau wie die Schwellkörper am Penisschaft restlos entfernt. Es gibt aber auch Techniken, bei denen letztere zum Teil als vaginale Schwellkörper Verwendung finden. Die Penishaut wird zur Auskleidung eines geschaffenen Körperhohlraums verwendet (invertiert) und bildet so die Vagina. Schließlich werden aus dem Hodensack die Schamlippen geformt. Normalerweise ist ein etwa 14-tägiger Krankenhausaufenthalt dafür notwendig, vorausgesetzt, es treten keine Komplikationen ein. In vielen Fällen muss dann nach einigen Monaten noch eine zweite, kleinere Operation vorgenommen werden, um einige Korrekturen vorzunehmen. Mittlerweile haben sich die Operationstechniken schon so weit verbessert, dass zumindest in einigen Zentren hier fast schon von Routineeingriffen gesprochen werden kann. Frauenärzte stellen angeblich immer häufiger fest, dass die Operationsergebnisse kaum noch von natürlichen weiblichen Geschlechtsorganen zu unterscheiden sind. Lediglich das Fehlen der inneren Geschlechtsorgane ließe eine Unterscheidung noch zu. Diesen Eingriff lassen fast alle Transfrauen durchführen, die sich als transsexuell bezeichnen. Transfrauen, die sich als Transgender o. ä. bezeichnen, lassen ihn häufig, aber nicht immer durchführen. Bemerkenswert ist, dass die Formung einer empfindungsfähigen Klitoris zwar technisch problemlos möglich ist, jedoch viele Ärzte und Krankenversicherungen dieses als ein nicht medizinisch notwendiges Extra bezeichnen, das im Gegensatz zur Anlage einer Neovagina, von der Patientin daher selber zu bezahlen sei. Auch in der Rechtsprechung ist dieses Verständnis von Weiblichkeit und weiblicher Anatomie noch umstritten. Brustvergrößerung Diese wird dann als notwendig empfunden, wenn das Brustwachstum durch die Hormontherapie nur zu relativ kleinen Brüsten führt. Gerade bei großen und breitschultrigen Transfrauen ist genau dieses häufig. Allerdings kommt es auch oft vor, dass Transfrauen die notwendige Zeitdauer bis zum Erreichen einer adäquaten Brustgröße häufig unterschätzen. Wie bei Cisfrauen auch kann dieses einige Jahre dauern. Diesen Eingriff lassen viele Transfrauen durchführen. Für Einzelheiten siehe den eigenen Artikel Brustvergrößerung. Operation im Bereich der Stimme Verschiedene Techniken zur Erreichung einer weiblicher klingenden Stimme. Ein je nach Methode und Operateur oft riskanter Eingriff, der noch häufig zu einem auffällig reduzierten Stimmumfang und im Extremfall zum völligen Verlust der Stimme führt. Stimmband-Operationen waren aus diesem Grunde bisher eher selten, werden aber infolge zunehmend besserer Operationstechniken häufiger. Im wesentlichen gibt es die Straffungsmethode und die Verkürzungsmethode (Glottoplastik). Das zweite Verfahren war in den letzten Jahren sehr umstritten, gewinnt aber immer mehr an Qualität. In Berlin, Stuttgart und Würzburg wurden bereits sehr gute Ergebnisse erzielt. Logopädie ergänzt diese Eingriffe oder ist auch bei den meisten Mann zu Frau Transsexuellen zunächst das Mittel erster Wahl. Oft sind die Möglichkeiten aber hier aufgrund einer sehr weit vom weiblichen Normbereich entfernt befindlichen Stimmlage begrenzt. Verkleinerung des Adamsapfels Dieser Eingriff kann notwendig sein, wenn der Kehlkopf bzw. Adamsapfel auffällig groß ist. Es handelt sich um einen unproblematischen Eingriff. Weitere Eingriffe Neben den genannten Maßnahmen können in manchen Fällen weiterer Eingriffe, vor allem plastisch-chirurgische, notwendig sein oder gewünscht werden. Insbesondere bei diesen Eingriffen ist die medizinische Notwendigkeit, häufig umstritten, welche Voraussetzung für eine Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen ist. Solche Operationen sind beispielsweise die Verkleinerung von Nase, Kinn und/oder Wangenknochen oder das Polstern der Hüften mit entsprechenden Einlagen. Geschlechtsangleichende Operation "Mann zu Frau" An erster Stelle steht eine gewissenhafte psychologische Abklärung des Wunschs nach einer Geschlechtsumwandlung, denn es gibt psychiatrische Erkrankungen, die den Wunsch nach einer Umwandlung produzieren. Dieser besteht dann aber nicht mehr, sobald die Erkrankung geheilt wurde. Es wäre insofern eine Horrorvorstellung für den betreffenden Patienten und den Operateur, einen Patienten umzuwandeln, der nach Erreichung einer normalen Psyche gar keine Umwandlung mehr gewollt hätte. Solche Fälle kommen bei unprofessionellen Ärzten vor und enden nicht selten im Selbstmord des betreffenden Patienten. Nach eindeutiger Abklärung der Ursache des Wunsches nach Umwandlung kann mit der Therapie begonnen werden: Es werden sowohl die primären als auch die sekundären Geschlechtsmerkmale in die des anderen Geschlechts überführt. Hormontherapie Zumeist geht den operativen Eingriffen eine Therapie mit Hormonen voraus. Diese Hormongabe sollte über die Operationen hinaus lebenslang fortgesetzt werden, da nach der Entfernung der eigenen, originalen Keimdrüsen (Hoden) sonst Hormonmangelerscheinungen auftreten können. Durch diese Hormontherapie entwickeln sich die sekundären Geschlechtsmerkmale des anderen Geschlechts (z.B. Brust), die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale des eigenen Geschlechts bleiben dabei jedoch erhalten und müssen chirurgisch entfernt werden. Brustaufbau/Vergrößerung Wenn die Hormontherapie nicht zu einer als ausreichend empfundenen Brust geführt hat, kommt eine professionelle Brustvergrößerung zum Einsatz. Die Art der Operationstechnik und der verwendeten Implantate richtet sich nach den individuellen Erscheinungsbild und Bedürfnissen. Die Operation dauert rund 45 Minuten und wird ambulant durchgeführt. Aufbau weilicherGenitalien Aus Teilen der Eichel, ihrer Blutgefäße und Nerven wir eine empfindungsfähige Klitoris (Kitzler) hergestellt. Die Harnröhre wird entsprechend verkürzt. Die Hoden werden komplett entfernt. Die Penishaut sowie angrenzende Gewebe werden unter aufwendiger, von uns entwickelter Technik zu einer neuen Vagina geformt. Der Hodensack wird zu Schamlippen umgebaut, diese eventuell mit Eigenfett ausgepolstert. Um zu ästhetisch ansprechenden Ergebnisse zu kommen, sollte diese Operation nur von ausgewiesenen Spezialzentren wie z.B. des unseren durchgeführt werden. Dann resultieren in der Regel Ergebnisse, die Frauenärzte kaum noch vom originalen Geschlechtsteil unterscheiden können. In manchen Fällen ist es sinnvoll, zusätzlich folgende Eingriffe durchzuführen: Entfernung des Adamsapfels Verkleinerung der Nase Verkleinerung des Kinns Verkleinerung der Wangenknochen Aufbau weiblicher Hüftproportionen Aufbau eines weiblichen Po Stimmbandoperation Hormontherapie Sehr geehrter Herr X wunschgemäß möchten wir Ihnen zu o.g. Sachverhalt Folgendes mitteilen. Die Hormontherapie bei gegengeschlechtlichen bedarf keiner Antragstellung bei der zuständigen Krankenkasse. Zu berüchsichtigen ist Therapiehoheit des Arztes. Dieser kann eigenverantwortlich über die Verordung von Hormonpräparaten entscheiden. Eine Bewilligung bzw. Ablehnung der Kostenübernahme der Kasse ist unzulässig. Es gelten insofern die allgemeinen Ausführungen zur Verordung von Azneimittel. |





