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www.schreibfeld.de/forum Den Abgrund immer vor Augen - Lena-Angelique Stachat
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Habe mich nicht nur mit dem Titel etwas schwer getan. Klingt ein wenig wie ein Perry Rhodan aus den 60-ern.

Lena beschreibt ihren transsexuellen Weg vom Mann zur Frau. Gut, dachte ich, gibt´s das nicht schon tausendfach? Was ist neu daran?

Ich denke: Ihre Erzählweise. Sie schreibt, wie ihr der Schnabel, pardon, die Schnauze natürlich gewachsen ist. Ehrlich, klar, ohne Schnörkel. Sie kommt aus Berlin. Das klingt oft nicht nur derb. Lena kennt `das´ Leben aus allen Richtungen und macht aus ihrem Wissen keinen Hehl. Sie ist stolz und steht erfolgreich ihre Frau.

Da ich sie persönlich kenne und mit ihr befreundet bin, fällt mir eine objektive Kritik schwer und ich erspare mir hier über ihre literarischen Qualitäten zu urteilen. Ich habe sie schlichtweg noch nicht entdeckt.

Wie groß der Druck, aber auch das erleichterne Glück für Transsexuelle sein muss, kann man sich als Aussenstehender kaum vorstellen. Wie groß das Mitteilungs- und Rechtfertigungsbedürfnis offensichtlich ist auch nicht.

Ich habe Respekt vor ihr. Andere reden viel - sie schreibt einfach ein Buch und bringt ihr Projekt zum Abschluss. Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, oft holprig - das ist kein Schriftdeutsch, aber sie gibt einen ehrlichen Blick frei auf eine kraftvolle natürliche Frau mit großem Herzen jenseits von Glamour, die immer eine Unterstützung für andere ist.

Liebe Grüsse Mia
 
Quelle: http://www.schreibfeld.de/forum/viewtopic.php?f=7&t=409
 

Den Abgrund immer vor Augen ist die Geschichte von Lena alias Sven, der mit 35 Jahren sein Coming out erlebt und mit seiner Verwandlung vom Mann zur Frau die Liebe zwischen ihm und seiner Ehefrau Carola, mit der er eine gemeinsame Tochter Lisa (10) hat, auf eine harte Zerreißprobe stellt.

Das Versteckspiel seit der Jugendzeit, die immer stärkere Sehnsucht, endlich die wahre Identität leben zu können, dann das entdeckt Werden, die ersten Schritte nach Draußen als Frau, die medizinischen Untersuchungen für die Gutachten, der jahrelange Spießrutenlauf mit der AOK um die Genehmigung der OP. Die Familie, die Freunde, die Kollegen, die Nachbarn, der Sportverein - wie werden sie reagieren, mit der Veränderung umgehen? Und immer die Angst vor dem Verlust, Verlust der Liebe zu Frau und Tochter, Verlust der Arbeit, Verlust der Freunde - ganz abgesehen von den Ängsten, die mit der eigenen Veränderung zu tun haben: Wie werden die OPs verlaufen, wird sich der Körper wie gewünscht verändern und schließlich: Wird man irgendwann noch erkennen, dass Lena einmal im Körper eines Mannes gesteckt hat?

Der Moment, als Carola die wahre Identität ihres Mannes entdeckt, teilt Lenas Schicksal in ein "Davor" und ein "Danach". Lena beginnt ihr Tagebuch, das sie über mehrere Jahre geschrieben hat, in einem Urlaub an der Ostsee, in dem sie sich zum ersten Mal als Frau in die Öffentlichkeit wagt. In Rückblenden erzählt sie ihre Geschichte "Davor" und dann fortlaufend die Geschichte ihrer Verwandlung. Sehr authentisch und ergreifend schildet sie ihren Lebensweg. Immer hat sie den Abrgund vor Augen, ihr optimistischer und lebensbejahender Charakter ist es, der sie durch den schwierigen und so langwierigen Prozess bringt, ihre weibliche Identität mit ihrem Körper zusammenzuführen und den Leser tief beeindruckt. Ein Buch von wahrer Liebe und dem Mut zu sich selbst! 

 
Quelle: http://www.amazon.de/Den-Abgrund-immer-vor-Augen/dp/3896268996/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1249440741&sr=8-1
 
Mut, Tapferkeit und Liebe

Dieses Buch beschreibt den sehr langen, mutigen Weg einer Frau zu ihrem wahren Selbst,mit viel Humor und Liebe, und ermuntert einen, dass man trotz aller Hindernisse im Leben, seinen Weg gehen muß...wenn man so leben will, wie es sich richtig anfühlt.
Vielleicht einige Menschen nicht, aber Ottonormalverbraucher, besonders im gehobenen Alter, haben schon ein paar Berührungsängste mit dem Thema, wenn auch nur aus dem Grund: Wie verhalte ich mich, wenn ich mich komisch fühle und nicht weiß wie ich reagieren soll.....denn alltäglich ist Lenas Weg nicht.
Aber dann liest man wie Lena fühlt und was sie denkt und man ist so nah in ihrem Leben und bewundert nur noch ihren Mut.
Das zu leben was man ist, sich nicht zu verstecken, auf die Menschen, trotz Angst vor ihren Reaktionen
zuzugehen.
Darin ist Lena wirklich Weltmeister, trotz all der zum Teil auch körperlich schrecklichen Angstsymptome, immer weiter zu gehen, sich von nichts auf Ihrem Weg zu ihrer wahren Identität aufhalten zu lassen.

Auf keinen Fall will ich die vielen guten Tipps und Hintergrundinformationen unerwähnt lassen.
Wer sich nicht nur für Lenas mutmachende Lebensgeschichte interessiert,und oder ein gutes Buch lesen will, sondern sich selbst in seinem Mannsein nicht zu Hause fühlt, erfährt hier sehr viele Informationen die ihm vieles erleichtern und weiter helfen, um dann vielleicht auch eines Tages das leben zu können was man wirklich ist.
 

 
ISBN 978-3-89626-899-0